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3sat Mediathek: Eine Bildungsreise in Sachen Intelligenzforschung

Dumm geboren und nichts dazu gelernt? Intelligenzforschung zwischen Rassismus und flexiblen Erbanlagen

Gibt es geborene Verlierer und solche, denen alles bereits in die Wiege gelegt wurde? Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin behauptet: „Intelligenz ist erblich. Darum ist es nicht egal, wer die Kinder bekommt.“ Er glaubt, zu 80 Prozent seien die Gene verantwortlich, weshalb er Probleme bei türkischen oder allgemein muslimischen Immigranten sieht. Diese Bevölkerungsgruppen seien einerseits unterdurchschnittlich intelligent, andererseits aber sehr gebärfreudig, dadurch nehme der Intelligenzquotient allmählich ab, behauptet Sarrazin und sieht seine Thesen in der Wissenschaft bestätigt. Renommierte Intelligenzforscher wie Elsbeth Stern von der ETH Zürich widersprechen jedoch Sarrazins Verdummungsthese. Sie sagt: „Eltern und Kinder zeigen nur eine mittelhohe Übereinstimmung im Intelligenzquotienten. Unterdurchschnittlich intelligente Eltern können überdurchschnittlich intelligente Kinder haben und umgekehrt.“ Erst wenn die sozialen Bedingungen für alle Kinder gleich gut seien, könnten die Gene ihre Macht ausspielen“.

Einzelne Themen: (1) Die Mär vom genetischen Ghetto. (2) Der IQ – Näherungswert mit wenig Aussagekraft. (3) Kognitive Fähigkeiten sind ein Spiegel der Umwelt. (4) Intelligenz entwickelt sich proportional zur Stimulation. (5) Der Einfluss der Gene ist flexibel und veränderbar.

Der Film (ca. 44 Minuten) steht in der 3sat Mediathek online zur Verfügung.

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